Vergesellschaftung
Die Garnelen lassen sich sehr gut mit Harnischwelsen der Gattung Ancistrus vergesellschaften. Die Ancistrus stellen den kleinen Garnelen nicht nach und die Garnelen scheinen sich
auch vom Kot der Ancistrus bzw. von
den Kot fressenden Kleinstlebewesen zu ernähren. Des weiteren ist eine Vergesellschaftung mit allen anderen Fischen möglich,
die den Garnelen nicht nachstellen. In einem gut bewachsenen Aquarium kommt dann immer noch etwas Garnelennachwuchs
durch. Dabei sei allerdings erwähnt, dass die Garnelen recht scheu werden können, wenn sich hektisch
schwimmende Fische wie Lebendgebärende im Aquarium befinden. Ich halte und züchte meine Garnelen daher in mit Javamoos und Javafarn zugewucherten 45 Liter Artbecken, in dem
ansonsten nur ein paar junge Ancistrus wohnen.
Futter
Es sollte abwechslungsreich gefüttert werden, d.h. gutes Flocken- bzw.
Granulatfutter, gefrorene Cyclops und Algen. Des weiteren sollte man regelmäßig eingeweichte Blätter von z.B. Eichen und Buchen anbieten, die
gern gefressen werden und zur Vermeidung von Häutungsproblemen helfen. Man verwendet keine frischen
Blätter, sondern nimmt getrocknetes Laub, das man im Herbst und Winter sammelt.
Zucht
Wir unterscheiden zwei Fortpflanzungstypen: den spezialisierten und den
primitiven Typ. Beim primitiver Fortpflanzungstyp werden Hunderte von Larven ins Wasser abgegeben und durchlaufen mehrere frei treibende Larvenstadien. Sie benötigen zur Entwicklung meist Brackwasser, da sie in der freien
Natur durch die Flüsse ins Meer gespült werden und später wieder in die Flüsse zurück wandern.
In diesem Artikel möchte ich allerdings auf meine Erfahrungen mit der Haltung und Zucht von Zwerggarnelen des spezialisierten Fortpflanzungstyps eingehen:
Garnelen des spezialisierten Typs bringen nach einer Tragzeit von
drei bis vier Wochen meist 20 bis 30 fertig entwickelte Junggarnelen zur Welt, die Miniaturausgaben ihrer Eltern sind. Die kleinen Garnelen sind je nach
Art 1,5 bis 2 mm groß und sind relativ leicht mit feinstem Futter aufzuziehen. In alt eingerichteten Aquarien finden die kleinen Garnelen meist so viel Futter, dass nicht mehr
gezielt zugefüttert werden muss. Sehr gut bewährt hat es sich, den Aquarienfilter in einem Eimer in
Aquarienwasser auszuwaschen und Teile des sich absetzenden Schlamms wieder ins Aquarium zu geben. Bei dem Schlamm
handelt es sich nicht um reinen Fischkot, sondern um sich zersetzendes organisches Material
und Mikroorganismen. Beim Verfüttern wird man merken, dass sich die kleinen Garnelen wie eine wilde Meute
auf diesen Haufen "Dreck" stürzen. Ja nach Art sind die Garnelen mit 3 bis 6 Monaten geschlechtsreif