Aufzucht von Neocaridina heteropoda var. red bzw. Red Cherry
    aus Taiwan mit dem Ziel der Farbverbesserung.

    Im Aquarium zeigen die Nachzuchten anfangs eine relativ blasse Färbung. Die Männchen sind sehr schwimmfreudig aber nur ein wenig rot gemasert. Die Weibchen nehmen allerdings mit zunehmendem Alter, ab 3 Monate, an Farbe deutlich zu. Nach etwa 8 Monaten sind die Tiere ausgefärbt. Bei einer Aquarienbeleuchtung von 0,75 Watt/ltr. gegenüber 0,2 Watt/ltr. wurde die Rotfärbung deutlich intensiver. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass es nicht die Lichtintensität ist die zur Rorfärbung führt, sondern das verbesserte Algenwachstum. Des weiteren sollte ein dunkler Bodengrund zur Kontrastförderung verwendet werden.
    Beim Versenden oder einem längeren Dunkeltransport von Caridina denticulata verblassen die Farben sehr schnell, erlangen
    die ursprüngliche Farbe aber innerhalb von 1 bis 2 Tagen wieder.
    Die Nachzucht gestaltet sich einfach, die Elterntiere stellen den Junggarnelen nicht nach. Die 2-3 mm
    grossen Jungtiere sind bereits nach etwa 3 Monaten wieder geschlechtsreif.Halbwüchsige Jungtiere und
    erwachsene Zuchttiere kann ich laufend abgeben und auf Wunsch versenden. (
    info@gerdvoss.de)

    Folgende Gründe könnten zu der Rotfärbung führen:

    UV-Einwirkung durch Sonnenbestrahlung, bzw. die hohe Lichtintensität.
    Vorandensein verschiedener Algenkulturen.
    Kleintierlebewelt die abgeweidet wird.
    Detritus und andere verrottete Futteranteile.

    Die Wasserverhältnisse spielen keine Rolle, ich halte sie in hartem Wasser mit mehr oder weniger grossem
    Frischwasseranteil. Die Temperaturen schwanken ebenfalls zwischen 19 bis 28 Grad. Nach einem längeren Beobachtungszeitraum im Aquarium und im Freiland zeigte sich eine deutlichere Rotfärbung bei höheren Temperaturen.
    Ich pflege diese Zwergarnelenart im Aquarium bei 21 bis 26 Grad C.

    UV-Beleuchtung über einem Aquarium ist durch geeignete Lichtquellen möglich, eine Deckscheibe darf natürlich nicht verwendet werden. Wurde noch nicht getestet. Eventuell sind Bräunungsröhren geeignet.

    Verschiedene Algenkulturen, z.B. Schwebealgen, könnten ins Aquarium überführt werden. Versuche mit getrockneten Algen, Spirulina usw. wären leicht zu praktizieren. Entsprechende Versuche habe ich begonnen, bisher ergaben sie keine deutlichen Farbverbesserungen. Die Fütterung erfolgt mit einem feinkörnigen Gemisch aus verschiedenen Trockenfuttersorten. Farbzusätze ergaben keine Dauerergebnisse.
    Eine Kleintierlebewelt zu überführen halte ich für schwierig wenn man 100 bis 200 Denticulata füttern und farblich verbessern
    will. Hier wäre die Überlegung der Fütterung mit gefrorenen Cyclops gegeben.

    Gerd Voss,
    erbrobt eine Dauerhaltung in einem 250 ltr. Gartenteich aus schwarzem Kunststoff. Zur Temperaturunterstützung wurde ein
    150 Watt Regelheizer eingesetzt und auf 20 Grad eingestellt. In den frostigen Wintertagen ging die Temperatur auf +4 Grad C. herunter. Bei ungehinderter Sonneneinstrahlung stieg sie auf 32 Grad an, die Tiere blieben gesund.
    Die im Septempber 2003 eingesetzten Caridina denticiulata (Red Cherry) färbten sich nach kurzer Zeit intensiv rot und
    behielten diese Farbe dauernd. Es wird keine Fütterung vorgenommen. Der Teich zeigte einen natürlichen Algen bzw. Fadenalgenwuchs. Laub und Sonstiges konnte in den, an einer freien sonnigen Stelle ins Erdreich eingelassenen Teich ungehindert hereinfallen und wurde nicht entfernt. Die Population hatte sich zum Frühjahr 2004 stark vergössert, alle Tiere zeigten wunderschöne Farben und bestachen durch ihre Grösse. Selbst im 2. Winter 2004/05 mit lange anhaltendem Frost konnte ich im Frühjahr über 50 tragende sehr grosse Weibchen zählen. Einen Teil davon verwende ich zur weiteren Zucht in Aquarien.
    Der Teich besteht aus einer 250 ltr. Wanne (Baumarkt-Gartenteiche) und wird nicht gefiltert. Ein Luftschlauch (4/6mm) geht
    bis auf den Boden und gibt langsam Luftblasen ab, damit wird für eine ganz leichte Wasserbewegung gesorgt.
    Der Heizer liegt an der tiefsten Stelle des Beckens. Regen und Sonne haben ungehindert Zugang. Verdunstendes Wasser
    wird kalt aus der Wasserleitung mit einer Giesskanne nachgefüllt. Starker Regen lässt den Teich etwas überlaufen, die Garnelen schwimmen nicht heraus. Es wurden keine Pflanzen in das Becken eingebracht, die sich langsam bildenden Algen ersetzen diese. Am oberen Rand stehen 2-3 kleine Kunststofftöpfe im Wasser mit Sumpfpflanzen.
    Eine Überraschung war es für mich, als ich jetzt nach dem 3. Winter 2005/06 den kleinen Teich inspizierte und eine ganze Reihe von adulten Cherry-Garnelen beobachten konnte. Immerhin ist dieser Teich nur 50 cm tief und hatte häufig eine 2 cm dicke Eisschicht an der Oberfläche. Wir hatten 3 Monate dauernd Nachtfrost. Wiederum fallen die Weibchen durch eine dunkelrote Färbung auf, z.T. tragen sie bereits Eier.

    Jy Lin:
    Their common name is Red Cherry Shrimp. Their scientific name is: Neocaridina denticulata red var. These Red Cherry
    shrimp are collected from wild freshwater streams and ponds in Taiwan. The water is fresh and the temperature is usually between 23 to 30 degrees C . They stay bright red all the time, but only if they have sufficient amounts of natural or artificial light. For example, when these shrimp are received after a 28 to 30 hour cargo shipment, they may appear light gray or black
    in color. After being placed in a water grass or other aquatic plant aquarium with sufficient overhead light, they will return to
    their bright red color within an hour. Their bright red color is very beautiful against the green colors of aquatic plants, and they eat a different type of algae than the Caridina japonica shrimp, so they are great tank cleaners.

    These shrimp will also lose some of their coloring during the time when they shed their shells. They become light pink to whitish pink at that time. This shedding has been noted to occur around mid August in Taiwan. As these are a newly discover shrimp (summer 2002), they have not been observed for a lengthy amount of time. On occasion, however, a small "blue"
    shrimp has been caught in the wild with a batch of the Red Cherries. One was pregnant and gave birth, but the offspring did
    not maintain the blue color, nor did the mother after delivery. Immature Red Cherries are brownish black in color, so it is a
    great surprise when these "blue" shrimp are discovered.

    These Red Cherry shrimp, and the Caridina japonica shrimp, have a tolerance which extends from 15 to 28 degrees Celsius . At more than 30 degrees, they will become sick. The most appropriate temperature range for them is between 20 to 26 degrees Celsius.

    These shrimp are also very sensitive to metal compounds, particularly copper. If tanks have been cleaned with disinfectants that contain metal compounds or copper, the shrimp may become sick and die. Also, if the nitrate values are more than 25 mg/l (25 ppm), they will die.

    The shrimp are most active at night. It is best to turn off the light and feed them in the evening. Feed them algivorous or thread algae. The Caridina japonica thrive best on the thread algae.
     

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Im Vergleich zu den weiblichen Tieren der Red Fire oder Red Cherry-Garnelen sind die männlichen Garnelen deutlich weniger rot gefärbt. Mit einer gewissen Auslese kann diese Farbreduzierung natürlich bei der Zuchtauslese verbessert werden. Leider wird dieser Weg kaum beschritten, da diese Garnelenart sehr produktiv ist. Verwendung von farbunterstützenden Futtermitteln bringen nicht den gewünschten Anstieg an roten Farbanteilen in der Körperzeichnung
.


Es ist kaum zu glauben, aber so kann eine ganz normale 25mm grosse
Red Cherry-Garnele aussehen,
wenn sie bei Eis und Schnee und Sonne seit Jahren nur in einem
250 ltr. (4 Grad bis 30 Grad C.) Gartenteich lebt. Sie kennt kein Kunstfutter, nur Algen, Blätter, Wasserflöhe und Fressfeinde!!
 

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