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Die Kardinalsgarnelen wurden vor einiger Zeit aus Sulawesi importiert. Sie leben in Felsspalten und geschützt unter Steinen. Sie sind selbst im Aquarium noch scheu und
gehen rückwärts, wenn ein Betrachter zum Aquarium kommt. Nach einigen Wochen der Eingewöhnung verliert sich dieses Verhalten.
Bei den hohen Temperaturen von 28 bis 30 Grad C. verkürzt sich die Lebenserwartung und die
Zeitigungszeit der Eier. Bei diesem spezialisierten Fortpflanzungstyp werden die fertig entwickelten Junggarnelen bereits nach ca 3 Wochen entlassen. Sie wachsen schneller als die sonstigen uns bekannten Garnelen.
Aufgrund der vielen Korallengesteinsfragmente im Ursprungsbiotop liegt der pH-Wert bei 7,8 bis 8,5 ziemlich hoch obwohl die Wasserhärte mit ca. 200 uS niedrig ist. Im Aquarium können wir mit Korallengrus die Verhältnisse
einigermassen anpassen. Ein weiterer bemerkenswerter Punkt ist die Keimfreiheit des Wassers in den Seen in Sulawesi. Wir sollten in einem nachgebildeten Biotop für eine extrem gute Filterung sorgen. Die
Unterstützung des Filtersystems mit einem UV-C-Klärer scheint den Zuchterfolg günstig zu beeinflussen. Inzwischen werden verschiedene Arten dieser 15 bis 18 mm grossen Zwerggarnelen erfolgreich gehalten und in mehreren
Generationen gezogen. Die Nachzuchten erweisen sich nicht mehr ganz so empfindlich wie die meist stark strapazierten Wildfänge.
Beim Füttern sollte man sehr vorsichtig zu Werke gehen. Aufwuchsnahrung wird pausenlos
gesucht aber auch fein zerriebenes Trockenfutter wird angenommen. Natürlich wird ein kleines 10 bis 20 ltr Aquarium schnell überlastet, selbst wenn es mindestens 4 Wochen eingefahren wurde. Die standardmässigen 50 ltr. Becken
sind gut geeignet, 100 ltr. versprechen jedoch noch bessere Zuchtergebnisse.
Das inzwischen grosse Angebot an Sulawesi-Schnecken ist eine schöne Ergänzung für solch ein Artenaquarium. Schnecken sind gute Restevertilger,
sie tragen zur Sauberhaltung des Aquariums bei.
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